23.01.2025
Behindertenarbeit Koßdorf
Monatstreffen im Februar
Es war ein besonders schöner Tag – Samstag, der 8. Februar: Blauer Himmel, Sonnenschein, kein Wind! „Da könnt ihr eigentlich mal wieder zu Beginn spazieren gehen“ so sprach Ilona und Kurt tönte zurück: „Mal sehen, was Silke und unsere Teilnehmer dazu sagen.“ Am Vormittag wurden schon fleißig Krebelchen gebacken. Nun wartete das Hofteam gespannt auf die ersten Teilnehmer. Gegen 13.30 erschienen Robert und seine Mutter und brachten leckeren Geburtstagskuchen mit. „Darek ist auch schon mit dem Fahrrad unterwegs. Wir haben ihn in Saxdorf überholt.“ Dann ging es auch schon Schlag auf Schlag – die Kleinbusse aus Prieschka, Falkenberg und Großkmehlen landeten vor dem Hoftor, wie immer mit großem Hallo. Marlis kam mit Frank und Konrad und auch noch Vereinzelte aus unserer Region. Wie schon beschrieben, das Wetter war frühlingsmäßig und so blieben alle redend und lächelnd im Hof. Schnell war klar: „Natürlich gehen wir eine Runde!“. Aber nicht alle waren und sind so gut zu Fuß, deshalb gab es zwei Gruppen. Die flotten Läufer gingen zum Hoftor hinaus – eine größere Runde. Alle anderen folgten Kurt einmal um die Kirche, am Garten vorbei. Dabei wurde Ausschau nach ersten Frühlingsboten gehalten. Und tatsächlich entdeckte man Schneeglöckchen und Blüten im Haselnussstrauch. Als Beweisstück wurden einige mitgenommen und so schlenderten wir langsam zurück. Mit Hallo trafen sich die beiden Gruppen wieder im Hof und alle strömten in den Essenraum, wo der Tisch reichlich gedeckt war. Nun wurden die Geburtstagskinder bedacht mit kleinen Geschenken und Ständchen. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken gab es neben dem Schlemmen auch die Möglichkeit, alle Neuigkeiten und wichtigen Themen auszutauschen. Als die Teller und Kannen leer waren, wurden schnell die Tische abgeräumt und alle warteten gespannt auf den Andachtsteil. Als wir nach einem Thema für diese Andacht suchten, stießen wir darauf, dass der Theologe und Freiheitskämpfer Bonhoeffer auch Anfang Februar geboren ist und schon hatten wir ein Thema, mit dem wir etwas anfangen konnten. So fanden wir eine Predigt zu seinem Gedenken. Neben Worten und Gebeten von ihm wurde aus seinem Leben berichtet und nach dem Vaterunser hörten und sangen wir dann sein Lied:
„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag!“
Kurt sprach noch, dass dieser hoffnungsvolle Glaube auch uns heute und hier gilt. Nach Segensworten erklang noch ein Lied zur Jahreslosung.
Wer wollte und musste, konnte jetzt gehen, denn z.B. die Prieschkaer hatten noch einen weiteren Ausflug nach Riesa zu einer Musikveranstaltung geplant. Unter allgemeinem Geschnatter, Verabschiedungen und Umärmelungen leerten sich der Raum und Hof – aber die Gruppe aus Großkmehlen blieb sitzen. Sie wollten noch ein wenig bleiben und so holten wir das „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel und das Malzeug. So blieb auch noch Zeit zum Erzählen. Uta fing an zu singen und wer den Text kannte, stimmte mit ein. Auch sie hatte ein Bild ausgemalt und als es dann auch für diese Gruppe nach Hause ging, überreichte sie es uns mit der Aufforderung: „Bitte lest auch den Brief auf der Rückseite, der ist für euch!“.
Und diese Zeilen haben uns sehr berührt und wir merkten wieder einmal, wie wichtig diese Treffen für unsere Freundinnen und Freunde sind!
Ihr/Euer Team der Behindertenarbeit Koßdorf